Neufundländer vom Riesrand

Mitglied 
im Deutschen Neufundländer Klub (DNK), 
im Österreichischen Neufundländer Klub (ÖNK) 
und im Newfoundlanfklubben i Danmark


 

Wir über uns

 

Nachdem es auf unserem Bauernhof seit drei Generationen Neufundländer gab, interessierten wir uns für einen Neufundländerwelpen aus dem DNK. Außer einer Kaiserschnitt-Hündin, bot man uns keinen Welpen an. Auf der Ausstellung 1980 in Nürnberg sahen wir einen schönen, stattlichen Neufundländerrüden im Publikum. Wir ließen uns die Züchteradresse geben und beim Besuch in Oberhöhberg erfuhren wir, dass ausgerechnet seine Mutter abgegeben werden sollte. Es war die fast fünfjährige DNK-Hündin „Lore von der Goldenen Horde“. Sie kam aus Norddeutschland und war dort ein Familienhund. Nie hatte sie gelernt sich im Rudel ein zu ordnen. Bei uns war sie wieder Einzelhund und hatte unsere ganze Aufmerksamkeit für sich. Da sich schon zwei Würfe in der UCI hatte, wurde mein Wunsch auch Züchter zu werden, ganz schnell Realität. Wir wusst4n damals nichts vom VDH oder UCI und beantragten noch im Sommer Zwingerschutz, denn Lore sollte bei der nächsten Läufigkeit gedeckt werden. Sie bekam am 1. Dezember 1980 zehn Welpen. Nach Abwicklung des Wurfes wollten wir wissen, warum Lore von beiden Vereinen Ahnentafeln hatte. Wir telefonierten mit Herrn Ippen / DNK, dem war die Geschichte mit Lore bekannt, er klärte uns auf und sagte, dass wir mit ihr und ihren Töchtern „Ayka“ und „Ariane“ in den DNK wechseln sollten. Wir konnten unseren Zwingernamen behalten und im Oktober 1982 wurde dann der erste A-Wurf in DNK geboren. Der Kauf des braunen Rüden „Boika a. d. alten Mühle“ 1981 stellte sich als erster großer Glücksgriff heraus. Boika ist bis heute einer der erfolgreichsten Rüden im DNK, kam zu vielen Titeln im In- und Ausland und wurde auf einem Briefmarkenblock der Republik Mali verewigt. Sein Sohn „Ogir“ überholte ihn mit zehn verschiedenen Championtiteln. Mit der Paarung von „Ariane“ x „Nelson v. Brungerst (Boika’s Vater) entwickelte sich die weltweit geschätzte braune Linie. Wir machten eine Halbgeschwisterpaarung mit „Biserka“ und „Boika“. Damit festigten wir die vielen positiven Eigenschaften wie dunkelbraune Augen zur tollen braunen Fellfarbe. Die Nachzucht zeigte gute Winkelung und Gott sei Dank keine Hackenge. Aus dieser Verpaarung kam der F-Wurf mit Fenja und Freiherr. Fenja hatte in unserem Zwinger sehr erfolgreiche Welpen. Ihr Bruder Freiherr durfte offiziell über die Zoologika in der DDR eingeführt werden und war dort ein erfolgreicher Deckrüde, der dort die braune Zuchtlinie festigte.

Da Dänemark damals die Hochburg der Neufundländerzucht in Europa war, besuchten wir dort einige Ausstellungen und setzten danach die rez. braunen Rüden wie Fjordblinks Hakon x Fenja (Liisa & Lusches) und Jehaj Waldemar x Fenja (Tiffany) ein.

Die Züchter und Hundekenner werden sich sicherlich noch an die fantastischen Zuchthündinnen wie Fenja, Jassandra, Liisa, Tiffany, Whitney, Whoppi, Zaskia, Biserka, Bo-Dana, Biserka 2, Diana Lady, Shalimar, Verona, Pereira, Alice,  Amalfi, Antigua, Manresa, Aloa, Aqua Jente und viele, viele andere erinnern. Diese Vorfahren findet man in vielen braunen Linien. 1990 erzählten wir unseren Züchterfreunden Dorte und Age Kvols, Zwinger New-Fuur-Land, dass wir so gerne den „Ch. Black Bear’s Top of the Stairs“ einsetzen wollten, doch unsere Hündin hatte leider auch HD C. In ihrem Zwinger stand die braune HD-freie Jehaj Odette. Sie wurde mit ihm gedeckt und wir kauften aus diesem Wurf den schwarzen Eros und den braunen Elton. Mit Eros machte sich die Zuchtverbesserung, bezüglich der Hinterhand, sehr schnell bemerkbar. Es war mit ihm eine Freude auf die vielen Ausstellungen im In- und Ausland zu gehen. Er führte den Erfolg seiner Zwingerkollegen Boika, Gammel Danks, Lusches und Icebreaker weiter.

Damit wir unsere Vorstellungen auch in der Zucht der schwarzen Neufundländer umsetzen konnten, kauften wir Ferry v. Sonnenberg, Ida v. Luxemburg, Napsigals Urania und Liberty des Castelbarco. Ferry wurde mit „Ch. Black Domes Sir Coxwain“ belegt. Aus diesem Wurf behielten wir zwei Rüden und zwei Hündinnen. „Ch. Gammel Dansk“ ist der Rüde aus deutscher Zucht, der bis vor kurzem die meisten Welpen zeugte, darunter die Weltsiegerin 1990 „Eben de la Pierre aux Cops“. Sein Bruder „Grand Marnier“ wurde in Frankreich in der Zucht eingesetzt. Die Schwestern „Girl“ und Gollo“, waren damals schon sehr beeindruckend was ihre Große und Knochenstärke betraf. Ihre Nachkommen legten nicht nur bei uns, sondern auch in einigen deutschen Zwingern den Grundstein für eine erfolgreiche Zucht. Girl mit Eros verpaart, brachte uns die besondere Hündin „Parisi“ hervor. Ihr Sohn „Ch. Higuey“ war 1999 der erfolgreichste Hund in der FCI Gruppe 2.

Aus der nach Italien verkauften „Amalfi“ bekamen wir von Guido Mazza unseren schwarzen rez.braunen „Ch. Hannibal di Borgoleonardo“, Sohn von „Tala Bears Real Ranger“ zurück. Aus Hannibals Schwester kam auch der Weltsieger 2001 „At Water Crazy Diamond di Borgoleonardo“. Hannibal’s Sohn „Ch. Wyatt Earp“ wurde 2003 Weltsieger. Auch sein in Dänemark geborener Sohn „Ch. Egebaek’s After Eigth“, der in den USA lebt, wurde auf der diesjährigen NCA in Monterey/Californien „Best of Oppesite Sex“. Die am 01.12.1985 in Dänemark geborene schwarz-weiße Hündin „Panda Bear’s Frederikke“ weckte in uns die Lust, uns auch mit der weiß-schwarzen Zucht zu befassen. Leider konnten wir mit ihr unsere Zuchtpläne nicht verwirklichen, da sie HD 3 hatte. Sie wurde trotzdem fast 15 Jahre alt. Wir kamen von diesem faszinierenden Farbschlag nicht los und besuchten 1990 erstmals die NCA in Cleveland / Ohio. Dort lernte ich Ellen Stomp vom Kennel „TipTop“ kennen. Wir bedanken uns bei ihr, dass sie uns ihren „Ch. Tip Top’s Westin Union“ anvertraute. Er wurde hier in der Zucht eingesetzt, erreichte mehrere Titel und wurde danach in Brasilien Weltsieger 2004. Diese Freundschaft und gedeihliche Zusammenarbeit pflegen wir bis zum heutigen Tag. Wir kauften drei weiß-schwarze Hündinnen und einen Rüden aus Kanada. Erst mit dem Kauf der 4-jährigen „Moonfleet I Saint I Aint“, genannt „Maischa“ , legten wir den Grundstein für unsere erfolgreiche weiß-schwarze Zucht. Sie schenkte uns leider nur einen Wurf, aus dem aber vier Champions hervor gingen. Mit Nouke machten wir weiter. Auch sie brachte in jedem ihrer drei Würfe nicht nur erfolgreiche, sondern auch gesunde weiß-schwarze. Aus ihrer Linie kamen auch die beiden Weltsiegerinnen „Ch. Kalypso’s Panda“ und „Ch. Rana’s Panda v. Riesrand «. Den letzten großen Erfolg erlebten wir in Monterey mit einem Ur-Ur-Urenkel von „Maischa“ aus „Bel-Ami“ x „Topmast’s Luccas“, er gewann seine Klasse.

Der Gastrüde Egebeaks’s Indianer Jones kam 1994 zu uns und vererbte nach Eros noch besser  Typ und Bewegung bei seinen Welpen, was man auch heute noch bei seinen Nachkommen feststellen kann. Sein Sohn „Milos“ bekam von dem amerikanischen Richter Ron Pemperton in den Richterbericht geschrieben: „ Dieser Rüde sollte ein Vorbild sein für alle, die braune Neufundländer züchten wollten“. Da in vielen braunen Linien unsere „Riesrand-Hunde“ als Vorfahren zu finden sind, paarten wir die Töchter mit den inzwischen zugekauften schwarzen Neufundländern aus italienischen Linien wie „Ch. Main Tickle Observer“ und “Ch. Fairweather’s At Fading Light’s”. Auch der Einsatz von “Ch. Midnight Lady’s Especially for you“ (Skippy) mit „Boja“ brachte den rez. braunen “Denis Roussow” hervor. In der Zwischenzeit wurden einige braune Welpen aus den USA importiert, mit denen wir aber nicht den Erfolg hatten, wie wir uns das vorstellten. Wir werden weiterhin bemüht sein, fremde braune Linien zur Genpool-Erweiterung aus dem Ausland zu importieren oder als Deckrüden einzusetzen.

Gerne denken wir auch in den vergangen Jahren zurück an die vielleicht vielen verrückten Dinge, die uns sehr viel Spaß gemacht haben. Längst war uns Deutschland zu klein, wir wollten auch einmal den Mittelmeer-Trip machen, man besucht in einer Woche drei Ausstellungen in drei verschiedenen Ländern. San Remo, Monaco und Nizza standen auf unserem Plan. Mit unserer Züchterfreundin Heidi machten wir uns in zwei Autos mit Gammel Dansk, Ida v. Luxemburg und Heidis Bummi auf den Weg und wollten uns auf einer Halbinsel in San Remo am Abend treffen. Damals gab es noch kein Handy und wir staunten, als wir die Halbinsel dicht gedrängt, voller Menschen sahen. Aber mit so großen Hunden fällt man in Italien auf und man „deutschte“ uns aus, dass noch so ein großer Hund in der Nähe wäre. Wir übernachten auf dem Campingplatz, genossen den Abend mit Wein, Baguette und Käse und mussten danach feststellen, dass das der einzigste sonnige Tag war. Gammel Dansk bekam in San Remo das CACIB, es regnete jeden Tag in Strömen und wir bekamen unsere Neufundländer nicht trocken, von uns ganz zu schweigen. Man war damals nicht so eingerichtet wie jetzt, ich würde es als „Pioniergeist“ bezeichnen. Dagegen erlebten wir bis auf einmal in Dänemark nur tolles Sonnenwetter, wir schliefen im Zelt und feierten bis in die frühen Morgenstunden  Milos Erfolg. Er gewann als erster Brauner und kam dazu noch aus deutscher Zucht. Es gibt viele schöne Momente an die wir uns noch gerne zurück erinnern, denn der Spaß sollte bei allem nicht zu kurz kommen.

Wir sind stolz in den vergangen 31 Jahren etwa 98 Hunde, aus eigener Zucht und mit Neufundländern die uns anvertraut wurden, zu Ehren gekommen zu sein. Sie erreichten mit mehr als 300 verschiedenen Titeln in aller Herren Länder ihr Championat. Außerdem gab es zahlreiche Hunde, mit denen wir BOB’s, Gruppe 2-Sieger und „Best in Show“ stellten. Mehr als vierzig Mal siegten wir mit unseren Zuchtgruppen. Besonderes Highlight sind die vier Weltsieger in allen drei Farben aus eigener Zucht: 1992 Ch. Liisa v. Riesrand braun, 2000 Ch. Kalypso’s Panda v. Riesrand weiß-schwarz, 2003 Ch. Wyatt Earp v. Riesrand schwarz & 2004  Ch. Rana’s Panda v. Riesrand, weiß-schwarz.

Unsere züchterischen Erfolge wurden von der Firma Pedigree durch die Berufung in den „Top Züchterclub“ belohnt. Das Landwirtschaftsministerium in Bonn ehrte uns zweimal durch die Vergabe der großen silbernen Züchtermedaille mit Urkunde. Besonderheit war der in Südeuropa gezeigte Werbefilm mit mir und „Ice Breaker“ als Weltjugendseiger und in Osteuropa war es der Webespot mit mir und „Eros“ in Budapest als Europasieger 1993.

Zurückblickend auf die letzten 30 Jahre noch einige Gedanken: War zu Beginn Dänemark richtungsweisend mit den kräftigen, typvollen Hunden aus mehreren erfolgreichen Zwingern, so waren es Anfang 1990 die Italiener, die mit ihren Importen aus USA und Kanada nicht nur einen andren Typ Neufundländer noch Europa brachten, sondern auch das amerikanische Styling und Handling in die Ausstellungsringe. Der Einsatz von diesen verschiedenen Deckrüden, nicht nur in unserem Zwinger, trug auch dazu bei, dass sich die deutschen Neufundländer in Konkurrenz auf Ausstellungen messen konnten.

Erfolge sind schön, aber besonders schön ist es, dass wir so vielen Menschen auf der ganzen Welt mit unseren Hunden Freude machen. In vielen Ländern wird heute erfolgreich mit Riesrand-Hunden gezüchtet. Wir genießen es, mit diesem großen Freundeskreis gute Kontakte zu pflegen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei all denen bedanken, die unseren Hunden ein gutes Zuhause gaben und immer wieder geben. Wir werden auch in Zukunft die typische „Riesrand-Haltung“, Rüden, Hündinnen und Welpen ohne Zwinger, weiterführen. Damit auch in Zukunft unsere Welpen gut sozialisiert sind auch tolle Kameraden werden, denn viele Besucher überzeugten sich von dem friedlichen Miteinander von allen unseren Neufundländern in allen drei Farben.

2010 setzte ich meiner Riesrand Zucht das "i-Tüpfelchen" auf, und legte die Prüfung zum Spezialrichter für Neufundländer mit Erfolg ab.

Obwohl wir aus Altersgründen etwas kürzer treten, stehen wir allen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

 

Evi & Gerd Großhauser, Neufundländer vom „Riesrand“
 

 



 

Milos v. Riesrand

Many v. Riesrand

Fütterung der Welpen des V-Wurfes v. Riesrand

Pierre v. Riesrand

Welcome Candy v. Riesrand

Wyatt Earp v. Riesrand



 
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